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Liquiditäts- und Kapitalbedarfsplanung

Der erste Schritt zur Umsetzung im Finanzierungsprozess ist die Ermittlung des benötigten Kapitals. Hier ist zwischen einem einmaligen Kapitalbedarf im Zuge einer geplanten Investition und Finanzmitteln zur Sicherstellung der laufenden Geschäftstätigkeiten zu

unterscheiden. In beiden Fällen gilt es, den Kapitalbedarf möglichst exakt zu berechnen. Nicht ausfinanzierte Investitionsvorhaben und Liquiditätslücken beschränken Sie in Ihren Geschäftsaktivitäten und belasten die Beziehung zur Bank.

Einmalfinanzierung


Konkurrenzdruck, technologischer Fortschritt und Änderungen
der Konsumgewohnheiten erfordern laufend Investitionen in Ihr Unternehmen.

Den Kapitalbedarf für Investitionsgüter errechnen Sie ganz einfach mit folgender Formel:
Investitionskosten (z. B. Kaufpreis)
+ Nebenkosten (z. B. Kreditbearbeitungsgebühr usw.)
– vorhandene Eigenmittel
= Kapitalbedarf

Liquiditätssicherung


Um eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden, die den Konkurs und damit das Ende des Unternehmens bedeutet, muss das Unternehmen zu jedem Zeitpunkt über ausreichende Liquidität verfügen. Die Liquiditätsplanung versucht dies sicherzustellen, indem sämtliche Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt werden. Wichtig ist hier der tatsächliche Zahlungszeitpunkt, erst dann entstehen Zahlungsströme. Der Liquiditätsplan beinhaltet folglich nur Vorgänge, die direkt zu einer Änderung des Barmittelbestands führen. Abschreibungen, Rückstellungen und aktivierte Eigenleistungen gehören nicht in den Liquiditätsplan. Erfasst werden müssen nun die Höhe und der Zeitpunkt
aller Einnahmen und Ausgaben.

Die Liquidität des Unternehmens ist dann gesichert, wenn in jeder Periode die Summe der Einnahmen größer ist als die Summe der Ausgaben. Für Zeiträume, in denen dies laut Planung nicht zutrifft, besteht zusätzlicher Kapitalbedarf. Zur Durchführung dieser Aufgabe bedarf es in der Regel keines Steuerberaters. Hierfür reicht schon eine Excel-Tabelle, in die vorhandene liquide Mittel sowie geplante Einnahmen und Ausgaben eingetragen und dadurch eventuelle Engpässe visualisiert werden. In diesem Zusammenhang bietet sich auch die Abbildung eines Worst-Case-Szenarios an.

Tipps zur Liquiditätssicherung:

  • Kontrollieren Sie laufend Ihre Kontostände und aktualisieren Sie den Liquiditätsplan. Nur was einem bekannt ist, kann man auch ändern!
  • Optimieren Sie Ihre Zahlungsströme. So vermindern Sie den Zinsaufwand bzw. erhöhen den Zinsertrag.
  • Erziehen Sie Ihre Kunden! Zahlungserinnerungen sofort nach Überschreiten des Zahlungsziels, um hohe Außenstände und Liquiditätsengpässe zu Vermeiden.
  • Vorsichtiger Umgang mit Folgeaufträgen bei offenen Rechnungen mit Zahlungsrückständen.
  • Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Bank! Eine bereits bestehende Illiquidität schränkt den Handlungsspielraum der Bank stark ein.

Die Summe der einzelnen Beträge ergibt den gesamten Kapitalbedarf über den Planungszeitraum. Aus der Liquiditätsplanung errechnet sich somit, wie viel
Kapital zu welchem Zeitpunkt benötigt wird. Offen bleibt jedoch, wie dieser Kapitalbedarf gedeckt werden soll. Die Planung der Finanzierung ermöglicht nun, entsprechende Kapitalgeber für den jeweiligen Kapitalbedarf zu definieren (Fremd- oder Eigenkapital).

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